Die Ladung zur mündlichen Prüfung ist da!

von | Mrz 28, 2018 | Übergreifendes

Die Klausuren liegen jetzt schon mehrere Wochen zurück, irgendwann kommt dann die Ladung für die mündliche Prüfung. Jetzt kennst du deine Vornoten und auch deine PrüferInnen. Und damit beginnt der Endspurt. Die mündliche Prüfung ist die Krönung der Staatsprüfung und entsprechend wichtig solltest du sie nehmen. 

Du kannst die Podcast-Episode bisher nur auf Soundcloud.com hören. Dafür brauchst du kein Konto auf Soundcloud. Sobald ich den Podcast bei iTunes angemeldet habe, gebe ich dir Bescheid!

Außerdem werde ich demnächst eine geschlossene Facebook-Gruppe gründen, in der ich einmal die Woche in einem Live-Video die neuesten Entscheidungen vorstelle und mit euch bespreche.

Stay tuned!

Optimalerweise hast du wie im letzten Beitrag angeraten nach den Klausuren deine Vorbereitung umgestellt und geübt, juristisch zu diskutieren statt nur Fragen zu beantworten oder Meinungsstreitigkeiten wiederzugeben. “Ich weiß nicht” ist keine Antwortoption in dieser Phase, stattdessen denkst du in der mündlichen Prüfung laut und genau dafür (und nicht für konkrete “Lösungen”) kriegst du deine Punkte. Spätestens jetzt paukst du dir das noch einmal und ständig ein!

Daneben hast du jetzt auch noch zwei neue Infos: zu den Noten und der Prüfungskommission.

Versuche, die Noten nur insofern zu beachten, als du dir errechnest, was machbar ist in der Prüfung. Vergiss sie danach, vor allem befasse dich nicht damit, warum du wohl genau die Note X gekriegt hast. Das bringt dich jetzt nicht weiter, denn du kannst noch keine Einsicht nehmen. Stattdessen kann es dir viel Zeit und vor allem Nerven rauben. Also Blick auf die Noten, Rechner rausgeholt, Lage bestimmt und dann vergiss sie!

Jetzt, wo du auch deine PrüferInnen kennst, kannst du dir die berühmten “Protokolle” besorgen. Lege aber kein allzu großes Gewicht darauf! Die Tatsache, dass einE PrüferIn z.B. noch nie ZPO geprüft hat, heißt nicht, dass er/sie das nicht unter Umständen in deiner Prüfung machen wird! Z.B., weil er/sie ein paar Tage zuvor über ein interessantes Urteil oder Problem mit KollegenInnen diskutiert hat. Außerdem sind gerade die jüngeren PrüferInnen zunehmend weniger “protokollfest”. Nimm also zur Kenntnis, was andere Prüflinge berichten, berücksichtige eventuell wiederkehrende Muster, beschränke deine Vorbereitung aber nicht, weil ein Prüfer angeblich “immer” aus einem konkreten Bereich prüft. Und vor allem stelle dich auf taub, wenn Prüflinge von “scharfen Hunden” oder vermeintlich ungerechten PrüferInnen berichten: Oft basiert diese subjektive Einschätzung darauf, dass die eigene Prüfung nicht optimal gelaufen ist – und natürlich kann man ja nicht selber “schuld” sein ;-). Außerdem besteht die Gefahr einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Bleib unvoreingenommen, gehe von dem wahrscheinlichsten Fall aus, dass die PrüferInnen “nett” sind, das ist in jedem Fall die beste Strategie für dich.

Bereite dich auch auf das Vorgespräch vor. Jetzt hast du die Möglichkeit, Dinge anzubringen, die die Vorsitzende dann der Prüfungskommission mitteilt. Insbesondere solltest du es sagen, wenn du extrem (über das “normale” Maß hinaus) nervös bist.

Und denke daran:

Die meisten PrüferInnen sind – entgegen eines weit verbreiteten Irrglaubens – nicht darauf raus, dich “zu kriegen”. Es gibt (für alle Beteiligten!) nichts schlimmeres als eine zähe Prüfung. Umgekehrt bist du als PrüferIn geradezu euphorisiert, wenn die KandidatInnen mit dir interagieren und im positiven Sinne diskutieren. Also tu dir selbst und auch deiner Prüfungskommission einen Gefallen: Diskutiere so, wie du es auch in deiner Lerngruppe tun würdest. Denke laut, hör den Prüfern genau zu, lass dich von ihnen leiten und unterstützen.

 

Deine Kommission und deine Note werden es dir danken!

 

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